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Camping Marina-Sulecin


Stellplatztip von Madelaine & Wolfgang Desombre
(Stand 2011)

Das Nachbarland Polen hat sich mehr und mehr zu einem beliebten Reiseland besonders für Wohnmobilisten entwickelt. Die Gründe hierfür sind vielseitig. Zum einen lockt das Land mit vielen geschichtlichen und auch kulturellen Höhepunkten und zum anderen erwartet den Urlauber ein schier unendliche Landschaft. Geschäftsführer Jürgen Wittwer hat den Campingplatz Marina im Jahr 2007 gekauft und betreibt das Feriengelände nun im dritten Jahr. Wie wird man Campingplatzbetreiber in Polen? „Man heiratet eine Polin und kauft ein entsprechendes Gelände“, antwortete Jürgen Wittwer. Viel Arbeit und Energie hat der Geschäftsführer zusammen mit seiner Ehefrau investiert. Unmengen von Erde mussten bewegt, zig Lkw-Ladungen an Schotter für die Zufahrtswerge herangebracht werden und eine Menge an Bürokratie bewältigt werden.

Ein Besuch im Lebuser Land, das auch als "Suleciner Schweiz" bezeichnet wird, lohnt sich gleich aus mehreren Gründen. Der Campingplatz Marina ist der erste Platz nach der Grenze für Urlauber, die auf dem Weg in die Masuren sind. Zum anderen gehört das Lebuser Land quasi noch zum Naherholungsgebiet der etwa 100 Kilometer entfernten Bundeshauptstadt Berlin. Wer Erholung in unberührter Natur sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Der direkte Seezugang mit Möglichkeiten zum Baden, Bootfahren und Angeln. Przemek Gula und seine Frau Anita wohnen auf dem Campingplatz und managen vom Check-In bis hin zur Bewirtung der Gäste alles, was so täglich anfällt.

Abgeschiedenheit, Idylle und sind die Stärken von Camping Marina. Der Campingplatz gehört zu den wenigen 4-Sterne-Plätzen Polens und beeindruckt durch seine Infrastruktur, die in Polen ihresgleichen sucht. Zwei neue Sanitärgebäude mit insgesamt 12 Duschen und 13 Toiletten, Behinderten-WC und –Dusche und überall fließend warmes und kaltes Wasser gehören für Jürgen Wittwer ganz einfach zum Service.

Für Essen und Trinken ist auf dem Camp Marina ebenfalls gesorgt. Die Speisekarte des Bistro bietet leckere lokale Gerichte wie polnische Gemüsesuppe, eine Borscht-Suppe mit Pastetchen, Leczo, die herzhafte Suppe mit Paprika, sowie das polnische Nationalgericht Bigos mit Weißkohl, Sauerkraut und Fleisch. Und dazu ein echtes polnisches Bier und das alles zu sehr günstigen Preisen.

 

Camping Sulecin

 


Kreistadt Sulecin:

Für einen Ausflug bietet sich die nahe 10 000-Einwohner zählende Kreistadt Sulecin bestens an. Der Markt ist täglich von acht Uhr morgens bis mittags geöffnet und bietet neben frischem Obst, Gemüse, Gartenkräuter und Kartoffeln direkt vom Erzeuger auch Lederwaren wie Schuhe und Taschen und Bekleidung.


Tagesausflüge:
Aber auch Tagesausflüge nach Berlin oder in die Grenzstadt Frankfurt/Oder sind vom Campingplatz aus möglich. Rund 300 km Radwege laden zu einem sportlichen Ausflug in die Umgebung ein.


Besuch eines polnischen Bazars:
In fast jeder polnischen Stadt gibt es so genannte Bazars, Märkte die dem Besucher fast alles preiswert bieten. Hierbei sind besonders das frische Obst, Gemüse, Gartenkräuter und Kartoffeln direkt vom Erzeuger zu empfehlen. Unschlagbar auch die Preise für Kleidung. Insbesondere Jeans (ab € 10,00) in sehr guter Qualität, Lederwaren, Schuhe, Haushaltsgeräte werden hier angeboten. In der näheren Umgebung unseres Campingplatzes finden Sie derartige Märkte in Sulecin (geöffnet täglich von 8:00 bis mittags), Gorzuw (geöffnet täglich 8:00 bis ca. 18:00) und Slubice. (Grenze Frankfurt/Oder und dementsprechend teurer - geöffnet täglich 8:00 bis 18:00).


Der Liebenauer Festungsweg:
Der Liebenauer Festungsweg (in Polen auch LSF abgekürzt) ist eine in den Jahren 1934 bis 1939 errichtete Festungsanlage von mehr als 100 km Länge zwischen Oder und Warthe. Teile dieses ehemaligen "Ostwalles", einem gewaltigen unterirdischen Gangsystem mit einer Länge von ca. 32 km, in dem Unmengen von Beton für die bis zu 3,5 m dicken Wände verbaut wurden, können besichtigt werden. Das gesamte, naturbelassene System besitzt eine funktionierende Kanalisation und verfügte einst über eine unterirdische Bahnlinie, von der allerdings lediglich noch das Schienen- und Weichensystem vorhanden sind. Auch der oberirdische Teil mit den Geschütztürmen und Flammenwerferanlagen kann von den Besuchern erkundet werden. Eine interessante Perspektive auf die Anlage erhält man bei einer Kajaktour von Liebenau (Lubrza) aus. Vor dort kann man die oberirdischen Schleusen, Stauwerke, Kanäle und selbst eine bewegliche Brücke sehen.


Zoo Safari Park:
Fahren Sie mir Ihrem Auto durch den Zoo Safari Park in Swierkocin. Erleben Sie frei laufende Wildtiere aus Afrika, Asien, aus der Mongolei und Südamerika. Für die Kleinen gibt es einen Streichelzoo.
Angeschlossen an den Park ist ein Vergnügungszentrum mit verschiedenen Karussells für Groß und Klein sowie ein Riesenrad. Für Essen und Trinken ist ebenfalls gesorgt.

Kanufahrten:
In Lubrza können Sie Kanus für Ganztagesfahrten auf den Wasserwegen und Seen der Umgebung mieten. Genießen Sie saubere Natur, besinnliche Ruhe und seltene Tierarten. Teile der Wasserstraßen gehörten zu den Befestigungsanlagen des Ostwalls. Nähere Informationen erhalten Sie an der Rezeption. Wir arrangieren bei Bedarf auch den Transport.


Caravaning-Tipp:
Der Angelsee grenzt an den Campingplatz an. Den Angelschein gibt es an der Rezeption und in dem Geschäft für Angelzubehör an der Strasse vom Campingplatz in Richtung Sulecin. Für den Angelfreund gibt es diese Fischarten: Rotauge, Zander, Karpfen, Barsch, Schleie, Hecht, Plötze und Blei. Den Besuchern steht ein Tretboot zur Verfügung oder können sie ab 19.30 Uhr ein Ruderboot der DLRG ausleihen. Motoren sind auf dem See nicht erlaubt.


OWB – Festungsfront Oder-Warthe-Bogen:
Die Burschener Schleife oder auf polnisch Petla Boryszynska ist das interessanteste Bauwerk der riesigen Festungsfront im Oder-Warthe-Bogen oder auch als "Ostwall" bezeichne. Neben den Panzerwerken können Besucher eine geheimnisvolle unterirdische Welt bestehend aus Bahnhöfen, Kasernen, Maschinenräumen und Werkstätten zu erkunden. Der Oder-Warthe-Bogen wurde vor dem 2. Weltkrieg gebaut, geriet danach in Vergessenheit. Heute ist die Burschener Schleife wieder Besuchern aus ganz Euro zugänglich. Erkundungen sind vom 1. April bis 30. September täglich von zehn bis 18 Uhr möglich. Es stehen kurze Touren mit ca 1,5 Stunden und lange Touren ca. 2,5 Stunden zur Auswahl. Die Temperatur beträgt ganzjährig etwa 10 Grad. Eine Taschenlampe wird benötigt.

 

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