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Matrei - Tauernhaus
Stellplatztip von Wolfgang Desombre
(Stand 2009)
Das Salz, das weiße Gold, war vor Hunderten von Jahren das wichtigste Handelsgut aus Salzburg und gelangte über die Hohen Tauern nach Osttirol und weiter bis nach Venedig. Der Handel blühte zwischen 1300 und 1550. Über den Felbertauern und nach Norden wurden Gewürze, Südfrüchte, Wein, Tabak, Blei, Eisen, Gold- und Silberwaren, Samt, Seide Honig und Öl transportiert.
Heute ist der Felbertauerntunnel der elftlängste Tunnel Österreichs und nimmt in dem Fernstraßennetz eine ganz wichtige Rolle ein. Der Straßentunnel durch den Felber Tauern verbindet das Bundesland Salzburg mit Osttirol meist auch wintersicher. Der 1967 fertiggestellte Felbertauerntunnel ist mehr als 5000 Meter lang und liegt in einer Höhe von etwa 1600 Metern.
Und nur wenige Kilometer nach diesem Tunnel in Fahrtrichtung Lienz bietet sich der große Parkplatz vor dem Tauernhaus nicht nur für einen Zwischenstopp an. Ab der Felbertauenstraße sind es gerade einmal zwei Kilometer bis zum Parkplatz. Dieser ist in sechs Parkflächen unterteilt und bietet auch großen Mobilen Platz. Vier Parkscheinautomaten sind auf dem langgestreckten Gelände verteilt. Die Gaststätte „Tauernhaus“ ist in Sichtweite und vor allem in den Sommermonaten nutzen viele Naturfreunde den Parkplatz als Ausgangspunkt für Wanderungen. Auf eines sollten jedoch alle Reisemobilisten achten: Ein Campingbetrieb stört hier und kann leicht dazu führen, dass dieser Platz für Reismeobile gesperrt wird.
Stellplatz Tauernhaus
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Um den Saumhandel zu unterstützen, wurden die „Tauernhäuser“ damals gebaut. Sinn war es, die Dauer des Überganges auf ein Mindestmaß zu verkürzen, so dass keine langen Wegstrecken ohne Zufluchtsmöglichkeiten entstehen sollten.
Das hochalpine Gschlösstal in der Venedigergruppe bietet einen der schönsten Talabschlüsse in den Ostalpen. Die aus einem Felssturz herausgehauene Felsenkapelle ist einen Besuch wert.
Eine anstrengende Tagestour führt vom Parkplatz aus zum Venedigerhaus. Ein steiler Aufstieg durch eine bewaldete Flanke und über teilweise große Tritte und Stufen geht es nach oben bis in greifbare Nähe zum Gletscher.
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