Schwaz - Königfeld


Stellplatztip von Wolfgang Desombre
(Stand 2009)

„Glück auf“. Im Schwazer Silberberg werden die Besucher mit diesem Bergmannsgruß willkommen geheißen. Das größte Silberbergwerk des Mittelalters steht für Besucher täglich zur Besichtigung offen. Nach der 800 Meter tiefen Einfahrt mit der Grubenbahn gibt es ein außergewöhnliches Erlebnis unter Tage. Die Besucher folgen den Spuren der Bergleute, die vor über 500 Jahren Silber und Kupfer abbauten und lassen sich in eine Zeit entführen, als die Erde noch eine Scheibe war. Die klassische Führung dauert 90 Minuten begleitet den Besucher durch das raue Leben der Schwazer Bergknappen zur Zeit der Silberblüte und gibt ihm Einblick in die bedeutende Rolle von Schwaz zur Zeit des Mittelalters.

Aber auch Gäste, die mit dem Reisemobil nach Schwaz kommen, werden willkommen geheißen. Die Stadtväter haben eigens einen Stellplatz für autarke Wohnmobile geschaffen. Für drei Tage dürfen die mobile Gäste auf einem zentralen, eigens für sie reservierten Parkplatz stehen bleiben.

Am Rand eines zentralen Großparkplatzes für Pkw wurde dieser Bereich geschaffen. Die Tagesgebühr kann am Parkscheinautomaten bezahlt werden. Die Aussicht direkt vom Wohnmobil auf die Bergwelt macht Lust, die Wanderschuhe zu schnüren. Die Einkaufsmöglichkeiten sowie die einladenden Restaurants und Cafes liegen da jedoch deutlich näher.

 

Stellplatz Schwaz-Königsfeld

 


Die Silberstadt Schwaz in Tirol ist reich an Sehenswürdigkeiten. Die Pfarrkirche zu "Unserer lieben Frau" ist die größte gotische Hallenkirche Tirols und sie verdankt ihr heutiges Aussehen dem Münchner Bildhauer Erasmus Grasser. Das Kirchendach ist mit 15 000 Kupferplatten bedeckt. Der Helm ist ein schwäbisches Kunstwerk und erinnert an die geplanten Türme von St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Die Totenkapelle an der Nordseite des alten Friedhofes, dem heutigen Stadtpark, besteht aus zwei Stockwerken. Im Erdgeschoß befindet sich die Michaelskapelle und im Oberstock die Veitskapelle mit dem von Christoph Scheller errichteten Altar. Das Palais Enzenberg wurde von Veit Jakob Tänzel erbaut. Palais und Pfarrkirche sind durch einen Bogengang miteinander verbunden. Das Handelshaus ist heute das Rathaus der Stadt und es wurde von den Gewerken Hans und Jörg Stöckl erbaut. Das Gebäude ist der gewaltigste nichtkirchliche Bau aus der Bergwerkszeit.

Unter dem Erker zum Stadtplatz steht das Bronzestandbild des Jörg von Freundsberg von Ludwig Penz, einem der bekanntesten Bildhauer Tirols. Vom Hof aus, blickt man auf die drei Stockwerke mit den Arkadengängen.

Mehrmals im Jahr finden in den weitläufigen Gängen Ausstellungen namhafter Künstler statt. Die großen Steinmauern haben den Lahnbach gezähmt. Früher mussten die Bewohner von Schwaz fast regelmäßig mit Zerstörungen durch Überschwemmungen und Vermurungen rechnen. Ursprünglich konnte man auf ebenem Weg von der Stadtmitte über den Lahnbach ins "Dorf" gelangen. Inzwischen ist die kleine Kapelle am Lahnbach bereits die dritte übereinander am selben Platz.

 

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